Eine explorative Interviewstudie zur österreichischen Berufs- und Bildungsmesse „BeSt“

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-01-06

Schlagwörter:

Berufs- und Bildungsmessen, Interviewstudie, Grounded Theory, Sekundarstufe, Schulentwicklung

Abstract

Das Messewesen spielt im deutschsprachigen Raum eine zentrale Rolle und umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Bereiche, zu denen auch Berufs- und Bildungsmessen zählen. Über die Rolle und Bedeutung dieser Messen liegen bislang jedoch nur wenige empirische Erkenntnisse vor. Der vorliegende Beitrag untersucht daher, welche Bedeutung Bildungsmessen im Allgemeinen haben und wie sich Bildungsinstitutionen auf solchen Veranstaltungen präsentieren können. Zu diesem Zweck wurden auf der größten Berufs- und Bildungsmesse Österreichs – der „BeSt“ – leitfadengestützte Interviews (N=10) mit Messestandverantwortlichen ausstellender Schulen der Sekundarstufe (II) geführt. Die Auswertung erfolgte über den Zugang der Grounded Theory. Die Ergebnisse zeigen u.a., dass die Rolle von Bildungsmessen insgesamt ambivalent eingeschätzt wird: Einerseits fehlen finanzielle Ressourcen und klare Strategien für eine professionelle Präsentation und gezielte Ansprache der Besucher:innen. Andererseits werden Bildungsmessen als sinnvolle Vorstufe für schulische Werbeaktivitäten – etwa den Tag der offenen Tür – betrachtet. Auf Grundlage der gesamten Befunde leitet der Beitrag strategische Überlegungen im Sinne einer Messe-Teilnahmestrategie ab, die entsprechende Rahmenbedingungen voraussetzt, deren Schaffung auch in der Verantwortung der Bildungsadministration verortet wird.

Downloads

Veröffentlicht

2026-06-05

Zitationsvorschlag

Eine explorative Interviewstudie zur österreichischen Berufs- und Bildungsmesse „BeSt“. (2026). Pädagogische Horizonte, 10(1), 99–116. https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-01-06